Die Stiftung “Het Tuinpad Op / In Nachbars Garten” setzt sich seit 1984 für den öffentlichen Zugang zu sehenswerten Privatgärten ein und möchte auf besondere öffentliche Gärten und Parks aufmerksam machen.
Zielsetzung
1984 wurden in Ost-Groningen Seminare angeboten, um Frauen als Gastgeberinnen für das Geschäftsleben und für Besucher von Ost-Groningen und Friesland auszubilden. Dies sollte die touristischen und betrieblichen Aktivitäten in diesem Gebiet fördern. Zum Abschluss der Ausbildung hatte ein Drittel der Teilnehmer den Plan gefasst, einen Gartenführer von sehenswerten Privatgärten zu erstellen. Als Gartenliebhaberinnen waren sie auch Mitglied bei der KMTP - der Königlichen Gesellschaft für Gartenbau und Botanik, heute Groei & Bloei - und hatten bei ihren Gartenreisen nach England Vorbilder für geöffnete Privatgärten gesehen. Der erste Gartenführer war geboren.
Die Damen der ersten Arbeitsgruppe waren: Koba Gräper, Ineke Keuning und Renate Vahrenhorst.
Von 1985 bis 1987 war Het Tuinpad Op eine Arbeitsgruppe. 1988 wurde sie in eine Stiftung umgewandelt - mit einem Vorstand, bestehend aus den Mitgliedern der Arbeitsgruppe und ergänzt durch Tineke Goedhuis. Jedes Jahr erschien ein Gartenführer für die Provinz Groningen.
Durch gute Kontakte mit deutschen Gartenbesitzern kam 1992 auch Nordwest Niedersachsen mit dazu. Seitdem heißt die Stiftung “Het Tuinpad Op / In Nachbars Garten”. Es wurde sowohl eine niederländische als auch eine deutsche Ausgabe des Gartenführers veröffentlicht. Seit 2006 ist der Gartenführer zweisprachig.
Nachdem die “Stichting Tuinkunst Drenthe” 2006 aufgelöst wurde, ist 2008 auch die Provinz Drenthe der Stiftung “Het Tuinpad Op / In Nachbars Garten” beigetreten.
Alle zwei Jahre erscheint ein farbenfroher Gartenführer mit zahlreichen Fotos. Der zweisprachige (Deutsch und Niederländisch) Führer umfasst 180 Seiten und bietet umfangreiche Informationen zu 130 privaten Gärten, öffentlichen Parks und Gärtnereien in Nordwest-Niedersachsen und den Provinzen Groningen und Drenthe. Damit möchte die Stiftung die lebendige Gartenkultur der Region sichtbar machen und zugleich grenzüberschreitende Kontakte zwischen Gartenliebhabern und Gartenbesitzern fördern - auch jenseits der eigenen Landesgrenzen.
Alle angeschlossenen Gärten werden regelmäßig von der Stiftung besucht, um Qualität und Attraktivität sicherzustellen.
Jedes Jahr organisiert die Stiftung Offene Gartentage im Frühling, Sommer und Herbst (Gartenmarathons). An diesen Wochenenden können viele Gärten ohne vorherige Anmeldung besucht werden. Auf unserer Website finden Sie alle aktuellen Informationen.
Der neue Gartenführer für 2026 und 2027 wurde im März 2026 veröffentlicht. Er kann online bestellt werden und ist auch bei einigen Mitgliedern zu erhalten.